Willkommen auf unserem “Foodboard”, dem Stimmungsbild der Industrie, das die wichtigsten Headlines, Aufreger und Kurioses aus der Welt der alternativen Proteine abbildet.
Während das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung mit dem Medienhinweis “Klimareferenzstation in Potsdam zeigt trockenstes erstes Halbjahr seit Messbeginn vor über 130 Jahren” rausgegangen ist, sind sich viele Akteure und Akteurinnen der Branche einig: Wir erleben derzeit eine “Sustainability Fatigue” und damit einhergehend eine Müdigkeit in Innovationsbereichen, die damit assoziiert werden. Dass Verbrauchende Klima- und Umweltprodukte liegen lassen, wie die Lebensmittel Zeitung kürzlich berichtet, hat meist zwar Preisgründe, aber laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Ibi nicht nur. Mehr dazu hier. Gleichzeitig sind wir über das Buch “We are eating the earth” von Michael Grunwald und ein Interview mit ihm von green queen Journalistin Sonalie Figueiras vom 20. Juni 2025 gestolpert: Are We Eating The Earth? An Interview with Award-Winning Author Michael Grunwald About His Groundbreaking New Book.
Figueiras Einordnungen haben unsere Aufmerksamkeit auch im Kontext der EU Strategy for Life Sciences erregt beziehungsweise konkreter in der Umsetzung im Kontext “Biotech Act”: “With approvals in the US and APAC, as well as a supportive UK, it appears the EU is now feeling left behind on the regulatory front. I see parallels with the bloc’s approach to AI. Europe is facing an identity crisis: lean in to strong and trusted regulation and potentially lose out on building a competitive home market for innovators, or lower standards and risk unintended health and public safety consequences?” Stehen wir kurz vor dem regulatorischen Turnaround und befinden wir uns in einer Identitätskrise für Innovationen in der EU? Den Artikel dazu findest du hier. Wir steigen tiefer in das Thema ein und halten dich auf dem Laufenden, welche Implikationen die Strategie und der Act tatsächlich für den Markt haben könnten.
Nicht zuletzt Olaf Kolbrück von der Lebensmittel Zeitung hat uns mit seinem Artikel “Schluss mit Schnitzel-Freiheit im Supermarkt?” zum Innehalten gebracht. Im Newsletter schreibt der Ressortleiter zu den Entwicklungen am Lebensmittelmarkt im Vereinigten Königreich: “wer zu viele Chips verkauft, soll extra zahlen. Supermärkte als Diätpolizei – eine Gesetzesidee aus Großbritannien”. Er stellt die Frage, ob uns das in Deutschland auch bevorstehen könnte. Ob Diätisches Lebensmittel oder nicht, Bio scheint derzeit an Relevanz zu gewinnen. Der Wocheneinkauf rückt dabei zugunsten von kleinen Einkäufen in den Hintergrund. Grund dafür sind die Lust auf “Frische, veränderte Lebensgewohnheiten und ein stärkerer Fokus auf einzelne Warengruppen”. Herausgefunden hat das NIQ. Was das Marktforschungsunternehmen noch zu berichten hat, erfährst du hier.
Was hat dich in jüngster Vergangenheit angeregt, aufgeregt oder bei dir für Appetit auf mehr gesorgt? Wir freuen uns auf deinen Marktblick an dialog@balpro.de.
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