Foto: Standort der M Food Group in Steinfeld-Mühlen, Copyright M Food Group
Herzlich willkommen in der BALPro-Community!
Seit April ist die M FOOD GROUP Mitglied bei BALPro. Als Anbieter funktioneller Ingredients und Entwicklungspartner für die internationale Lebensmittelindustrie bringt das Unternehmen besondere Expertise rund um Mycoprotein, alternative Proteine und Fermentation in den Verband ein. Im Interview erfahren wir, wie die M FOOD GROUP von der Rohstoffauswahl bis zur industriellen Umsetzung arbeitet, warum Mycoprotein für das Unternehmen im Zentrum steht, welche Trends den Markt aktuell am stärksten treiben – und wie sich die M FOOD GROUP® die Ernährung der Zukunft vorstellt.
Welche Produkte oder Lösungen bietet ihr im Bereich alternativer Proteine an?
Die M FOOD GROUP bietet Ingredients und maßgeschneiderte Produktlösungen auf Basis alternativer Proteine für die Lebensmittelindustrie. Unser Schwerpunkt liegt auf funktionellen und sensorisch überzeugenden Anwendungen mit Mycoprotein. Darüber hinaus arbeiten wir mit weiteren alternativen Proteinen sowie funktionellen Zutaten. Je nach Kundenanforderung liefern wir geeignete Ingredients oder entwickeln individuelle Lösungen für das gewünschte Produkt und den jeweiligen Herstellungsprozess. Dabei begleiten wir unsere Kunden von der Auswahl der Rohstoffe und Ingredients über die Rezepturentwicklung bis hin zur industriellen Umsetzung und Markteinführung.
Copyright: M Food Group
Welche Proteinquellen stehen bei euch im Fokus – und warum genau diese?
Unser besonderer Fokus liegt auf Mycoprotein. Mycoprotein überzeugt durch sein ausgewogenes Nährwertprofil, seine vielseitigen funktionellen Eigenschaften und sein Potenzial für nachhaltige Lebensmittelkonzepte. Durch seine natürliche, faserige Struktur bietet Mycoprotein zudem sehr gute Voraussetzungen für Produkte mit authentischer Textur, saftigem Mundgefühl und überzeugendem Biss. Ergänzend beschäftigen wir uns mit weiteren pflanzlichen Proteinquellen, wenn diese für die jeweilige Anwendung sinnvoll sind.
An wen richtet sich euer Angebot hauptsächlich?
Unser Angebot richtet sich primär an die Lebensmittelindustrie. Wir beliefern mittelständische Unternehmen und internationale Hersteller mit Ingredients und unterstützen sie zugleich bei der Entwicklung neuer Lebensmittelkonzepte sowie bei der Optimierung bestehender Produkte. Über unsere Kunden gelangen die entwickelten Lösungen schließlich in Handel, Gastronomie und Foodservice.
In welchen Märkten seid ihr aktiv oder wollt ihr wachsen?
Wir sind international tätig und begleiten Kunden in verschiedenen Lebensmittelsegmenten. Besonders großes Wachstumspotenzial sehen wir im Bereich alternativer Proteine, Convenience-Produkte sowie in ressourcenschonende Ernährungskonzepten. Darüber hinaus erwarten wir eine steigende Nachfrage nach hybriden Produkten, die tierische und alternative Proteinquellen intelligent kombinieren.
Welche Trends treiben euer Geschäft aktuell am stärksten?
Aktuell beobachten wir drei zentrale Trends:
- steigende Nachfrage nach nachhaltigen Proteinquellen
- Wunsch nach natürlichen, clean-label-orientierten Lösungen
- Zunehmender Fokus auf Geschmack und Ernährungserlebnis statt reinem Fleischersatz
Verbraucher erwarten Produkte, die geschmacklich und sensorisch überzeugen und sich unkompliziert in den Alltag integrieren lassen. Alternative Proteine müssen daher nicht nur funktional sein, sondern vor allem eine überzeugende Textur, einen guten Geschmack und einen klaren Mehrwert bieten.
Vegane Frischcremes auf Basis von Mycoprotein, Copyright: M Food Group
Welche alternativen Proteinquellen haltet ihr im Hinblick auf eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswende für besonders vielversprechend?
Mycoprotein gehört aus unserer Sicht zu den spannendsten Zukunftstechnologien im Proteinbereich. Daneben sehen wir Potenzial in Fermentationslösungen allgemein sowie in pflanzlichen Proteinen aus Hülsenfrüchten. Entscheidend wird jedoch nicht die einzelne Proteinquelle sein, sondern die intelligente Kombination verschiedener Technologien und Rohstoffe für unterschiedliche Anwendungen.
Mycoprotein zählt für uns zu den vielversprechendsten alternativen Proteinquellen. Es wird durch Fermentation hergestellt und kann dadurch vergleichsweise ressourceneffizient sowie weitgehend unabhängig von landwirtschaftlichen Anbauflächen, Witterung und Erntezyklen produziert werden. Der geringe Flächenbedarf und die effiziente Nutzung der eingesetzten Rohstoffe bieten gute Voraussetzungen für eine nachhaltigere Proteinversorgung. Gleichzeitig verfügt Mycoprotein über ein ausgewogenes Nährwertprofil und eine natürliche, faserige Struktur, die sich besonders für sensorisch überzeugende Produkte eignet. Potenzial sehen wir darüber hinaus in weiteren Fermentationslösungen und pflanzlichen Proteinen aus Hülsenfrüchten. Entscheidend wird langfristig die anwendungsspezifische Kombination verschiedener Proteinquellen, Rohstoffe und Technologien sein.
Wie sieht eurer Meinung nach die Ernährung der Zukunft aus?
Die Ernährung der Zukunft wird vielfältiger, nachhaltiger und flexibler sein. Wir erwarten keine vollständige Ablösung tierischer Produkte, sondern ein Nebeneinander verschiedener Proteinquellen. Alternative Proteine werden einen festen Platz einnehmen und Verbrauchern ermöglichen, je nach Anlass, Geschmack und Ernährungsstil bewusste Entscheidungen zu treffen.
Was wäre aus eurer Sicht nötig, um alternative Proteine politisch effizienter zu fördern?
Wichtig wären langfristige Förderprogramme für Forschung und Skalierung, schnellere Zulassungsverfahren für innovative Technologien sowie eine stärkere Unterstützung beim Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie. Zudem sollten gleiche Wettbewerbsbedingungen für neue und etablierte Proteinquellen geschaffen werden.
Warum seid ihr Mitglied bei BALPro geworden?
Wir sind überzeugt, dass die Transformation des Ernährungssystems nur gemeinsam gelingt. BALPro bringt Unternehmen, Wissenschaft, Politik und weitere Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Diese Plattform bietet wertvolle Möglichkeiten zum Austausch, zur Vernetzung und zur aktiven Mitgestaltung der Zukunft alternativer Proteine. Anlass für den Beitritt war zudem unser strategischer Fokus auf pflanzliche und alternative Proteinlösungen sowie die Spezialisierung auf Mycoprotein.
Pressekontakt
Mailin Zanke
Communication Officer BALPro e. V.
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Tel. 0176 75740057