Berlin, 4. November 2026 – Im Rahmen seiner ordentlichen Mitgliederversammlung in
Düsseldorf hat der Bundesverband für Alternative Proteinquellen e.V. (BALPro)
Kristal Golan als Vorständin und Leiterin der Arbeitsgruppe Alternative Food Systems
bestätigt. Mit ihrer Erfahrung in den Bereichen Agrarwirtschaft, Technologie und
Investitionen stärkt sie die fachliche Breite des Verbandsvorstands.
„Ein wettbewerbsfähiger Sektor alternativer Proteine braucht starke und
miteinander vernetzte Wertschöpfungsketten, die den gesamten Prozess vom
Rohstoff bis zum Endprodukt abdecken. Deutschland hat entlang dieser Ketten
großes wirtschaftliches Potenzial, das wir durch bessere Vernetzung, gezielte
Investitionen und verlässliche Rahmenbedingungen erschließen können. Genau hier
setzt die Arbeit von BALPro an, die wir gemeinsam auch im kommenden Jahr
konsequent fortführen werden“, sagt Kristal Golan, die auch als Geschäftsführerin
der BiGuPro GmbH und der AgriFoodTech Venture Alliance tätig ist. Zuvor
verantwortete sie bei der BayWa AG als Head of New Protein Solutions den Bereich
neue Proteinlösungen.
„Ich freue mich sehr, dass Kristal Golan ihre Erfahrung und Perspektive künftig auch
auf Vorstandsebene in die Arbeit von BALPro einbringt. Ihre Expertise an der
Schnittstelle von Agrarwirtschaft, Innovation und Investitionen ist eine große
Bereicherung für unseren Verband. Gemeinsam wollen wir die Interessen unserer
Mitglieder bündeln und die Entwicklung des Sektors alternativer Proteine weiter
voranbringen“, sagt Fabio Ziemßen, Vorstandsvorsitzender von BALPro.
Politische Arbeit für einen starken Zukunftssektor
Im Mittelpunkt der politischen Arbeit von BALPro steht weiterhin das Ziel, die
wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und wettbewerbs-
fähigen Sektor alternativer Proteine in Deutschland zu stärken. Der von der Bundes-
regierung angekündigte nationale Proteinplan bietet dafür einen wichtigen strate-
gischen Ansatzpunkt. BALPro wird den politischen Prozess aktiv begleiten und die
Expertise seiner Mitglieder sowie konkrete Vorschläge aus der Branche in die
Ausgestaltung einbringen. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette einzube-
ziehen und Ernährung, Landwirtschaft, Forschung und industrielle Entwicklung
stärker miteinander zu verbinden.
Zugleich setzt sich der Verband für bessere Wettbewerbsbedingungen und
innovationsfreundliche Rahmenbedingungen ein. Dazu gehört die Angleichung der
Mehrwertsteuer auf pflanzliche Milchalternativen an vergleichbare tierische
Produkte. Ebenso wichtig sind effiziente und verlässliche Zulassungsverfahren, die
Investitionen und Markteinführungen erleichtern, ohne die Lebensmittelsicherheit
zu beeinträchtigen. Auch bei der Regulierung von Lebensmittelbezeichnungen wird
BALPro seine Position weiterhin deutlich vertreten und sich gegen zusätzliche
Einschränkungen für pflanzliche und alternative Produkte einsetzen.
Die Mitgliederversammlung unterstrich den gemeinsamen Anspruch, die Interessen
der rund 100 Mitglieder entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu bündeln und
gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. BALPro wird seine politische Arbeit
und den Austausch mit Entscheidungsträgern auf Bundes- und EU-Ebene fortsetzen
und den Diskurs über die Zukunft der Proteinversorgung auch 2027 aktiv
mitgestalten.
Pressekontakt
William Trautmann
Public Affairs
BALPro e. V.
dialog@balpro.de
Tel. 0160 7754893